Praktische Hinweise
Planen Sie Ihren Besuch

Bist du bereit, dich ins 16. Jahrhundert entführen zu lassen? Hier findest du alle praktischen Informationen für einen reibungslosen Start deiner Zeitreise.

Praktische Informationen das Gebäude die Aufführung
  • Öffnungszeiten
    Dienstag bis Sonntag geöffnet. Alle 10 Minuten beginnt eine neue Vorstellung.
    Erste Vorstellung: 10:00 Uhr | Letzte Vorstellung: 17:00 Uhr
    *Montags geschlossen.
  • Standort
    Mercator Orteliushuis
    Kloosterstraat 15
    2000 Antwerpen
  • Preise
    • Erwachsene (online): 17,99 € (Kassenpreis 20 €)
    • Kinder bis 12 Jahre (Online): 10,99 € (Kassenpreis 13 €)
    • Kinder bis einschließlich 3 Jahre: kostenlos
    • Lehrerkarte: 10 €

    Bitte beachten Sie: A-Karte oder Museumspass? Ermäßigungen auf den Eintrittspreis bei Vorlage der Karte, gültig nur an der Kasse.

    Für Schulen und Gruppen empfiehlt es sich, eine E-Mail an groepen@mercatororteliushuis.be oder scholen@mercatororteliushuis.be zu senden.
  • Fahrradabstellplatz
    Da das Mercator-Ortelius-Haus unter Denkmalschutz steht, gibt es am Eingang keinen Fahrradabstellplatz.

    Bitte nutze die nahegelegenen öffentlichen Fahrradständer (u. a. Groenplaats und Steenplein). Alle Standorte findest du hier
  • Wer ist willkommen?
    Jeder ist herzlich willkommen. Diese audiovisuelle Zeitreise ist für alle Altersgruppen spannend.
  • Parkplatz
    Der Parkplatz Zuid (Vlaamse und Waalse Kaai) ist 600 m (7 Minuten) zu Fuß entfernt.
  • Tiere
    Wir möchten, dass sich alle wohlfühlen: Deshalb sind Tiere im Gebäude nicht gestattet. Assistenzhunde sind natürlich weiterhin willkommen.
  • Barrierefreiheit
    Aufgrund des historischen Charakters des Gebäudes ist die Ausstellung leider nicht rollstuhlgerecht.

    Auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität können die historischen Treppen eine Herausforderung darstellen.
DAS GEBÄUDE
Mercator-Ortelius-Haus

Das Haus, das die Welt prägte

Antwerpen, 16. Jahrhundert.
Das Epizentrum der Welt.
Im 16. Jahrhundert war Antwerpen keine Provinzstadt, sondern eine Weltmacht. Hier legten Schiffe aus Spanien, Portugal, England und den Niederlanden an. Waren, Ideen und Wissen flossen zusammen. Das Mercator-Ortelius-Haus versprüht den Charme dieser Epoche. Kein Palast, keine monumentale Fassade, sondern ein Haus, in dem gearbeitet wurde. In dem Karten studiert wurden. In dem sich Weltbilder wandelten.
Dieses Gebäude steht nicht als Symbol für Macht. Es steht als Symbol für Wissen. Hier trafen Handel, Wissenschaft und Neugierde aufeinander.
Ein Haus, das mit der Stadt gewachsen ist
Das Mercator-Ortelius-Haus ist kein Gebäude, das auf einen Schlag errichtet wurde. Es wuchs nach und nach, Schicht für Schicht, Generation für Generation – genau wie Antwerpen selbst.

Die früheste Erwähnung des Grundstücks stammt aus dem Jahr 1477. Im 16. und 17. Jahrhundert verbanden wohlhabende Kaufleute verschiedene Häuser zu einem beeindruckenden Patrizierhaus rund um einen Innenhof. Was als einzelne Gebäude begann, entwickelte sich zu einem stattlichen Stadtkomplex, der den wirtschaftlichen Aufschwung Antwerpens widerspiegelte.

Im Jahr 1698 wurde ein vierter Flügel im klassizistischen Barockstil hinzugefügt. Die Architektur zeugt von Ehrgeiz: Symmetrie, Pilaster und raffinierte Ornamente zeigen den Einfluss der französischen Hofkultur unter Ludwig XIV.
Obwohl das Gebäude heute den Namen der berühmten Kartographen Gerardus Mercator und Abraham Ortelius trägt, haben diese hier nie gewohnt. Der Name verweist auf eine spätere Nutzung als Versammlungsort der Antwerpener Geographischen Gesellschaft – eine Hommage an ihr weltveränderndes Werk.

Nach Phasen des Verfalls wurde das Haus 1946 unter Denkmalschutz gestellt. Mehrere Restaurierungen hauchten dem Gebäude neues Leben ein. Zwischen 2021 und 2023 wurde es einer gründlichen Renovierung unterzogen, bei der der historische Charakter gewahrt und der Komplex für eine neue Zukunft vorbereitet wurde.

Heute ist dieser selten gut erhaltene Stadtpalast wieder ein Ort der Begegnung, der Geschichten und der Fantasie.
Die Kathedrale, nachgebaut aus Lego
Die Liebfrauenkathedrale prägt seit Jahrhunderten die Skyline von Antwerpen. Im 16. Jahrhundert diente sie den Schiffen, die in die Stadt einliefen, als Orientierungspunkt. Heute ist sie im Mercator-Ortelius-Haus aus Tausenden von Lego-Steinen nachgebaut.

Was Mercator und Ortelius mit Karten taten,
tut dieses Modell mit Steinen: Die Welt verständlich machen. Komplexität in Struktur übersetzen. Chaos ordnen. Es ist kein Spielzeug. Es ist eine zeitgenössische Interpretation des Bauens, Messens und Darstellens.
DIE VORSTELLUNG
Was kannst du erwarten?

Ein neues Erlebnis im Herzen des historischen Antwerpen

Biomimikry – Lehren aus der Natur

In sechs historischen Sälen wird das Goldene Zeitalter von Antwerpen zum Leben erweckt

Termitennest
Das grüne Gebäude
Lotus
Nanobeschichtung
Das Netz
Spidersilk
Sobald man das Mercator-Ortelius-Haus betritt, spürt man sofort, dass dies kein gewöhnlicher Besuch wird. Keine Vitrinen, keine langen Informationstafeln: Stattdessen taucht man ein in großformatige Projektionen und mitreißende Klanglandschaften, die das 16. Jahrhundert in den Sälen eines denkmalgeschützten Gebäudes zum Leben erwecken. Über Ihren persönlichen Audioguide verfolgen Sie die Geschichte auf Niederländisch, Französisch, Englisch, Deutsch oder Spanisch und wandeln in sechzig Minuten durch die reichsten und turbulentesten Jahre der Hafenstadt.


Saal für Saal entfaltet sich die Geschichte der Stadt, die einst das Zentrum des Welthandels war. Man sieht, wie Handelswaren aus allen Ecken der Welt die Straßen von Antwerpen füllten, lauscht den genialen Kartographen, die die Stadt auf die Landkarte brachten, und spürt die Auswirkungen der Buchdruckkunst, die Wissen in einem noch nie dagewesenen Tempo um die Welt gehen ließ. Ihre Reise endet in der beklemmenden Atmosphäre des Bildersturms, bevor Sie im Empfangsraum dem krönenden Abschluss des Erlebnisses gegenüberstehen: einem monumentalen Modell der Liebfrauenkathedrale, das vollständig aus LEGO-Steinen erbaut wurde.